18.05.2016

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Drei Forscher aus dem Ausland sollen 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten.

Ein Bioverfahrenstechniker aus den USA, ein Strukturbiologe aus China und ein Verfassungsrechtler aus Kanada wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die neuen Preisträger wurden aus insgesamt sieben nominierten Wissenschaftlern aus Großbritannien, Irland, Kanada, den Niederlanden, den USA und der VR China ausgewählt. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2017 verliehen.

  • Der Umweltmikrobiologe und Bioverfahrenstechniker Largus T. Angenent (46), derzeit an der Cornell University, Ithaca, USA, wurde von der Eberhard Karls Universität Tübingen nominiert.
  • Jijie Chai (50), Strukturbiologe an der Tsinghua University in Peking, China, wurde von der Universität zu Köln zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung nominiert.
  • Der Verfassungsrechtler und Politikwissenschaftler Ran Hirschl (52) von der University of Toronto, Kanada, wurde von der Georg-August-Universität Göttingen nominiert.

Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten. Bislang haben insgesamt 52 Wissenschaftler, darunter zehn Frauen, eine Humboldt-Professur angetreten und sind mit dem Preis aus dem Ausland nach Deutschland gewechselt.