27.10.2016

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Drei Forscher aus dem Ausland sollen 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und nach Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen wechseln.

Ein Zellbiologe, ein Philosoph und ein Pflanzenmolekularbiologe aus den USA wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Insgesamt wurden damit für 2017 sechs Humboldt-Professoren ausgewählt. Eine erste Auswahlrunde hatte bereits im April stattgefunden.

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die neuen Preisträger wurden aus insgesamt zehn nominierten Wissenschaftlern aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, den Niederlanden und den USA ausgewählt. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2017 verliehen.

  • Der Zellbiologe Peter Baumann (47), derzeit am University of Kansas Medical Center, am Stowers Institute for Medical Research und am Howard Hughes Medical Institute, USA, wurde von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit dem Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) in Mainz nominiert.
  • James Conant (58), Philosoph an der University of Chicago, USA, wurde von der Universität Leipzig nominiert.
  • Der Pflanzenmolekularbiologe Wolf B. Frommer (58) von der Stanford University, USA, wurde von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln nominiert.

Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten.