26.10.2017

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Zwei Wissenschaftlerinnen und drei Wissenschaftler aus dem Ausland sollen 2018 Deutschlands höchstdotierten Forschungspreis erhalten und nach Berlin, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wechseln.

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden weltweit führende und bislang im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die neuen Preisträgerinnen und Preisträger wurden aus insgesamt elf nominierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Australien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Saudi-Arabien und den USA ausgewählt. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2018 verliehen.

  • Der Festkörperphysiker Bogdan Andrei Bernevig von der Princeton University, USA, wurde von der Freien Universität Berlin gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle nominiert.
  • Marco Caccamo, Informatiker an der University of Illinois at Urbana-Champaign, USA, wurde von der Technischen Universität München nominiert.
  • Die Anthropologin Margaret C. Crofoot von der University of California, USA, wurde von der Universität Konstanz nominiert.
  • Die Linguistin Ewa Dąbrowska von der University of Birmingham, Vereinigtes Königreich, wurde von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nominiert.
  • Raul Fidel Tempone, Mathematiker an der King Abdullah University of Science and Technology in Thuwal, Saudi-Arabien, wurde von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen nominiert.

Die Humboldt-Professur eröffnet deutschen Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten.