Preisträger 2009–2017 in alphabetischer Reihenfolge

Largus T. Angenent
Umweltmikrobiologie und Bioverfahrenstechnik

Tübingen

Prof. Dr. Largus T. Angenent

Die Hoffnungsträger sind winzig klein und leben in komplexen Gemeinschaften: Bakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Wie Bakterien zur Synthese von Treibstoffen und Chemikalien optimiert und eingesetzt werden, erforscht Largus Angenent. Der international führende Bioverfahrenstechniker hat die Grundlagen seiner jüngsten Arbeiten selbst erforscht, indem er die Zusammensetzung und das Zusammenspiel von Mikrobengemeinschaften beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanlagen analysierte. Diese Erkenntnisse setzt er erfolgreich in Anwendungen um, etwa mit seiner eigenen Firma, in der Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan entwickelt und optimiert werden. An der Universität Tübingen soll Angenent am Zentrum für Angewandte Geowissenschaften Impulse für die Entwicklung neuer Technologien geben und mit Kollegen aus benachbarten Disziplinen wie beispielsweise am Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin die Analyse von Mikrobiomen vorantreiben. Er soll so dazu beitragen, dass die in Deutschland starke Grundlagenforschung auf diesem Gebiet auch in der Anwendung internationale Spitze wird.

Rolf Harald Baayen
Linguistik

Tübingen

Prof. Dr. Rolf Harald Baayen

Rolf Harald Baayen gilt als einer der international besten und innovativsten Forscher auf dem Gebiet der Wortschatzforschung und der quantitativen Linguistik. Er ist einer der Pioniere der computergestützten und empirischen Sprachforschung und Psycholinguistik und hat grundlegende Beiträge etwa zum Verständnis der menschlichen Sprachfähigkeit und zur Rolle des Gedächtnisses bei der Sprachverarbeitung geleistet. An der Universität Tübingen soll Baayen den Lehrstuhl für Quantitative Linguistik übernehmen und helfen, die Sprachforschung als einen Schlüsselbereich in der Strategie der Universität voranzubringen.

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Till Winfried Bärnighausen
Epidemiologie

Heidelberg

Prof. Dr. Till Winfried Bärnighausen

Wie wirken sich wachsende Behandlungsangebote für HIV-Infizierte auf die Gesamtgesellschaft aus? Was sind die Auswirkungen auf die Lebenserwartung? Und wie entwickelt sich die Erwerbstätigkeit in einer Gesellschaft? Der Epidemiologe Till Bärnighausen nimmt in seinen Arbeiten nicht nur die Gruppe der Infizierten und Erkrankten in den Blick. Er stellt auch Verbindungen zur Gesamtgesellschaft her – ein Ansatz, mit dem er sich weltweit profiliert hat. Bärnighausens Analysen von Wirksamkeit, Kosten und Nutzen von HIV-Präventions- und Interventionsmaßnahmen finden nicht nur innerhalb der Forschung hohe Beachtung. Sie werden auch von Organisationen wie der Weltbank oder der Weltgesundheitsorganisation aufgegriffen. In Heidelberg soll Till Bärnighausen mit einer Humboldt-Professur die globale Gesundheitsforschung stärken, die in Deutschland insgesamt ein bislang wenig ausgeprägtes Forschungsgebiet ist.

Peter Baumann
Zellbiologie

Mainz

Prof. Dr. Peter Baumann

Bei der Teilung von Zellen spielt die Telomerase eine Schlüsselrolle, ein Enzym, das die Telomere, also die Enden der Chromosomen erhält, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Die Steuerung der Telomerase entscheidet über das Altern von Zellen oder ihr, beispielsweise im Falle von Krebs, ungehemmtes Wachstum. Der Zellbiologe Peter Baumann ist einer der führenden Spezialisten auf dem Feld der Chromosomen-Biologie, der Genomstabilität sowie der Regulation der Telomerase und anderer molekularer Prozesse der Zellalterung. Seine Entdeckungen zur RNA-Komponente der Telomerase (Terc) an Hefezellen könnten zu einem besseren Verständnis der Regulation von Terc in menschlichen Zellen beitragen und Therapien gegen frühzeitige Zellalterung oder krankhaftes Wachstum ermöglichen. In Mainz soll Baumann helfen, die Universität und das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) zu einem internationalen Standort für biomedizinische Grundlagenforschung auszubauen.

Gerard J. van den Berg
Wirtschaftswissenschaften

Mannheim

Prof. Dr. Gerard J. van den Berg

Gerard van den Berg ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ökonometrie, einer Disziplin, die wirtschaftliche Zusammenhänge mit Hilfe statistischer Methoden analysiert und erklärt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Arbeitsmarkt- und die Gesundheitsökonomie. Seine hervorragende Reputation beruht nicht nur auf innovativer Forschung, van den Berg gilt auch als einer der weltweit Besten seiner Disziplin, wenn es darum geht, wissenschaftliche Theorie und wirtschaftliche Praxis zu verbinden. Er ist Mitglied verschiedener Forschungsinstitute in ganz Europa und gehört zu den produktivsten Ökonometrikern weltweit. An der Universität Mannheim soll er ein neues Center of Economics and Empirical Economics mit aufbauen und der Universität helfen, von einer deutschen Topeinrichtung auf diesem Gebiet zur internationalen Spitze aufzusteigen.

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Sven Bernecker
Philosophie

Köln

Prof. Dr. Sven Bernecker

Sven Bernecker zählt zu den meistbeachteten Philosophen unserer Zeit, sowohl im Bereich der gegenwärtigen Wissens- und Erkenntnistheorie, als auch in der klassischen deutschen Philosophie. Zu Berneckers Spezialgebieten zählt insbesondere die Philosophie des Gedächtnisses. Hier gilt er als einer der Wegbereiter einer Renaissance der philosophischen Auseinandersetzung mit Erinnerung. Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Frage, was Erinnerung ist. Dabei greift Sven Bernecker auch Ansätze der Kognitionswissenschaften, Psychologie und Soziologie auf. In Köln soll er als Humboldt-Professor ein Zentrum für zeitgenössische Epistemologie und Kantische Tradition gründen und leiten. Zudem bietet sich eine Kooperation mit dem Humboldt-Professor und Philosophen Michael Neil Forster an, der im benachbarten Bonn forscht.

Oliver Brock
Informatik

Berlin

Prof. Dr. Oliver Brock

Oliver Brock ist ein Vorreiter der Erforschung von künstlicher Intelligenz für autonome Roboter der nächsten Generation, die komplizierte Reaktionen und Bewegungsabläufe beherrschen und so beispielsweise zum Einsatz in Medizin, Raumfahrt oder bei radioaktiven Unfällen geeignet sind. An der TU Berlin soll Brock nicht nur diesen Forschungsschwerpunkt ausbauen, sondern auch den Partnerschaften mit anderen Wissenschaftseinrichtungen und der Industrie einen neuen Schub geben.

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Piet Wibertus Brouwer
Festkörperphysik

Berlin

Prof. Dr. Piet Wibertus Brouwer

Piet Wibertus Brouwer gilt in seiner Disziplin als einer der produktivsten und wichtigsten Köpfe. Er erforscht aktuelle Themen der Festkörpertheorie und des Quantentransports an der Schnittstelle der Quantenwelt und der klassischen Welt. Unter seiner Federführung soll ein Zentrum für theoretische Physik an der FU Berlin entstehen, das Dahlem Center for Complex Quantum Systems.

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Giuseppe Caire
Nachrichtentechnik

Berlin

Prof. Dr. Giuseppe Caire

Giuseppe Caire ist einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Grundlagen der Nachrichtentechnik und der Informationstheorie. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur kodierten Modulation und viele weitere Publikationen und Anwendungen haben die Praxis und Standards in der modernen drahtlosen Kommunikation nachhaltig beeinflusst. Sie stecken hinter vielen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenkenden Techniken der digitalen Kommunikation wie W-Lan-Verbindungen oder Mobilfunkübertragungen. Durch die Verbindung von theoretischer Forschung an der Universität auf höchstem Niveau mit praktischen Anwendungen am Heinrich-Hertz-Institut soll er weiterhin produktive Forschung und konkrete Umsetzung miteinander verbinden und die internationale Spitzenstellung der Technischen Universität Berlin auf dem Gebiet festigen.

Jijie Chai
Strukturbiologie

Köln

Prof. Dr. Jijie Chai

Ohne Proteine kein Leben – und auch keine Abwehr von Krankheitserregern. Ob Mensch, Maus oder Getreide, für die Immunabwehr sind unter anderem Proteine wichtig, die über die Grenzen von Tier- und Pflanzenzellen hinweg sehr ähnlich sind. Wer diese Proteine genau kennt, hat den Schlüssel dazu, ihre Immunabwehr gezielt zu beeinflussen. Jijie Chai ist einer der führenden Wissenschaftler, der den Aufbau solcher Proteine und spezieller Rezeptoren erforscht. Indem er die komplexen Strukturen der Proteine beschreibt, liefert er wichtige Grundlagen für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und die Entwicklung von Medikamenten, zum Beispiel gegen Entzündungskrankheiten. Bei seiner Forschung nutzt Chai ein anspruchsvolles, neues Mikroskopieverfahren: die Kryoelektronenmikroskopie. Sie macht es erst möglich, die Strukturen und Rezeptoren solcher Proteine zu sehen und zu analysieren und wird bisher nur an wenigen Forschungsstandorten eingesetzt. Mit den Forschungen von Jijie Chai und der Nutzung solcher neuen Technologien wollen die Universität zu Köln und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung ihre Forschungen in Medizin, Biochemie und Botanik enger zusammenführen.

Emmanuelle Marie Charpentier
Molekularbiologie

Hannover/Braunschweig

Prof. Dr. Emmanuelle Marie Charpentier

Emmanuelle Charpentier gilt als eine der innovativsten Forscherinnen auf dem Gebiet der RNA-Regulation und der molekularbiologischen Infektionsforschung. Zu ihren vielbeachteten Arbeiten gehört beispielsweise die Erforschung bakterieller Krankheitserreger sowie die Fähigkeit von Bakterien, sich ihrerseits gegen Krankheitserreger zu verteidigen. An der Medizinischen Hochschule Hannover sowie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung soll sie Grundlagenforschung zu den molekularen Mechanismen mit der Umsetzung in klinische Therapien verbinden und die in Deutschland zuletzt vernachlässigte klinische Infektiologie stärken.

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Harald Clahsen
Psycholinguistik

Potsdam

Prof. Dr. Harald Clahsen

Harald Clahsen ist einer der international angesehensten deutschen Linguisten. Er zählt zu den führenden Forschern auf den Gebieten Spracherwerb, Sprachverarbeitung sowie Sprachstörungen und verbindet bei seiner Arbeit theoretische Linguistik mit experimenteller Psycholinguistik und neurowissenschaftlichen Techniken. An der Universität Potsdam soll Clahsen Professor für "Psycholinguistics of Multilingualism" und Gründungsdirektor des neuen "Potsdam Research Institute of Multilingualism (PRIM)" werden und damit den "Exzellenzbereich Kognitionswissenschaften" der Humanwissenschaftlichen Fakultät verstärken.

James Conant
Philosophie

Leipzig

Prof. Dr. James Conant

Amerikanische und deutsche Philosophen gehören unterschiedlichen Schulen an, der sogenannten analytischen und der kontinentalen Richtung. Die Verständigung und Zusammenarbeit leiden hierunter. Der amerikanische Philosoph James Conant ist in beiden Welten zu Hause und gilt als Brückenbauer zwischen den beiden Ansätzen. Er ist einer der angesehensten Experten für Kant- und Wittgenstein-Forschung und ebenso anerkannt für seine Arbeiten zur Geschichte der Analytischen Philosophie, zur Nietzsche-Deutung und zum philosophischen Skeptizismus. Auch zur Philosophie der Logik, der Ästhetik und der Philosophie des Films hat er bedeutende Beiträge geleistet. Er soll als Ko-Direktor am Leipziger Forschungskolleg Analytic German Idealism (FAGI) die dortige Philosophie um neue Themen und Perspektiven bereichern und das geplante "Analytic German Philosophy Research Quadrangle" der Universitäten Leipzig, Potsdam, Chicago und Pittsburgh zu einem Kristallisationspunkt deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit in der Philosophie machen.

Gregory Ralph Crane
Klassische Philologie

Leipzig

Prof. Dr. Gregory Ralph Crane

Gregory Ralph Crane kombiniert in einem innovativen Ansatz Altphilologie und Informatik. So wendet er Methoden der Informatik zur Systematisierung der kulturellen Entwicklung des Menschen an. Seine Reputation als Pionier der Digital Humanities, der digitalen Geisteswissenschaften, verdankt er der Entwicklung der Perseus Digital Library, einer umfangreichen und frei zugänglichen Online-Bibliothek für antike Quellen. Mit seinem Ruf an die Universität Leipzig soll das Institut für Informatik zu einem international sichtbaren Zentrum der Digital Humanities ausgebaut werden.

William Crawley-Boevey
Reine Mathematik

Bielefeld

Prof. Dr. William Crawley-Boevey

Der Mathematiker William Crawley-Boevey gilt als einflussreicher Vordenker auf dem Gebiet der Darstellungstheorie und der Algebren. Als Theoretiker mit einer Vorliebe für besonders schwierige Fragen leistete er wichtige Beiträge zu zentralen mathematischen Herausforderungen, wie dem Hornschen Problem, dem Deligne-Simpson Problem und den Kac-Moody Algebren. Er entwickelte zentrale Konzepte in der Theorie der zahmen Algebren, die bis heute die Darstellungstheorie bestimmen, und war einer der Pioniere, die die Beziehungen zwischen Darstellungstheorie und Geometrie erforschten – ein Thema, das ihn neben seinen aktuellen Arbeiten etwa zu Vektorbündeln und Analysen von Riemannschen Flächen bis heute beschäftigt.

Elisabeth Décultot
Literaturwissenschaft

Halle/Wittenberg

Prof. Dr. Elisabeth Décultot

Wie haben Gelehrte des 18. und 19. Jahrhunderts andere Gelehrte gelesen? Was haben sie darüber in Exzerptheften und Notizen niedergeschrieben? Und was findet sich davon wiederum in ihren eigenen Werken? Spuren wie diese verfolgt die französische Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Décultot, um den Transfer von Wissen in der Kunsttheorie und Ästhetik der Aufklärung nachzuvollziehen. Mit Erfolg: Décultot zählt weltweit zu den profiliertesten Forschern zur Ästhetikgeschichte des 18. Jahrhunderts. Die Universität Halle-Wittenberg möchte mit ihr zur ersten Adresse für Aufklärungsforschung in Deutschland werden. Elisabeth Décultot soll den Fokus in Halle-Wittenberg auf den europäischen und globalen Kontext ausweiten.

David DiVincenzo
Quantenphysik

Aachen/Jülich

Prof. Dr. David DiVincenzo

David DiVincenzo hat sich als einer der ersten Physiker mit der Quanteninformation beschäftigt und gilt als Koryphäe der Quanteninformationsverarbeitung. Mit seinem Namen wird insbesondere die Entwicklung von Kriterien für den Quantencomputer verbunden, den so genannten "DiVincenzo criteria". Seine Arbeiten haben darüber hinaus auch Bedeutung in den Materialwissenschaften und der Festkörperphysik. DiVincenzo soll im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) Leiter des neu zu gründenden Instituts "Theoretical Quantum Information" der RWTH Aachen werden und zugleich am Forschungszentrum Jülich das Institut für Nanoelektronik leiten.

Georgi Dvali
Teilchenphysik & Kosmologie

München

Prof. Dr. Georgi Dvali

Georgi Dvali gilt als einer der internationalen Topexperten der Teilchenforschung, der mit seinen Theorien zur Gravitationswechselwirkung in seinem Fach große Beachtung findet. Die Universität München will mit seiner Hilfe zu einem weltweit führenden Standort für kosmologische Teilchenforschung werden, der den Vergleich mit Princeton, Harvard oder Stanford nicht zu scheuen braucht.

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Philip van der Eijk
Klassische Philologie

Berlin

Prof. Dr. Philip van der Eijk

Philip van der Eijk genießt höchste internationale Reputation als Experte für antike Philosophie und Wissenschaftsgeschichte sowie für die Geschichte der antiken Medizin. Im Mittelpunkt steht hierbei der Dialog zwischen Philosophie und Medizin. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf den Vorstellungen über das Zusammenspiel von Körper und Seele von der Antike bis ins Mittelalter. Der vielfach ausgezeichnete Altphilologe gilt nicht nur als brillanter Forscher, sondern auch als hervorragender Wissenschaftsmanager. Van der Eijk soll der antiken Medizingeschichte und den klassischen Altertumswissenschaften in Deutschland einen wichtigen Impuls und Internationalisierungsschub geben. Die Humboldt-Universität Berlin hat ein Zentrum für Wissenschaftsgeschichte ins Leben gerufen, in dem van der Eijk zusammen mit Kollegen aus anderen Gebieten interdisziplinär arbeiten soll. Er soll außerdem an zahlreichen Projekten mitarbeiten, darunter dem Exzellenzcluster TOPOI, und der HU Berlin helfen, in seinem Fachgebiet zur Weltspitze aufschließen.

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Friedrich Eisenbrand
Mathematik

Berlin

Prof. Dr. Friedrich Eisenbrand

Friedrich Eisenbrand zählt zur weltweiten Spitzengruppe im Bereich der Algorithmik und diskreten Mathematik und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendungen, etwa der ganzzahligen Optimierung, die beispielsweise bei Kapazitätsplanungen in der Industrie oder der Telekommunikation von Nutzen ist. An der TU Berlin, am mitnominierenden Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik und im Forschungszentrum MATHEON soll Eisenbrand helfen, die Stellung Berlins als führendem Mathematikstandort zu stärken.

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Stefanie Engel
Umweltökonomie

Osnabrück

Prof. Dr. Stefanie Engel

Stefanie Engel ist eine der weltweit führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der Umweltökonomie. Sie untersucht, wie Individuen und Gruppen mit ihrer Umwelt und natürlichen Ressourcen umgehen und wie ihr Verhalten beeinflusst wird sowie gesteuert werden kann. Hierzu nutzt sie ein breites Spektrum von Methoden, etwa aus der Verhaltensökonomie oder der Spieltheorie. An der Universität Osnabrück könnte Stefanie Engel das interdisziplinäre Institut für Umweltsystemforschung mit ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Expertise verstärken und helfen, den Profilbereich "Governance von nachhaltigen sozio-ökologischen Systemen" zur internationalen Spitze zu führen.

Frank Fehrenbach
Kunstgeschichte

Hamburg

Prof. Dr. Frank Fehrenbach

Frank Fehrenbach ist einer der international herausragenden Wissenschaftler, die die Kunstgeschichte erneuert und als übergreifende Bildwissenschaft etabliert haben. Weltweite Anerkennung haben seine Arbeiten zum Werk Leonardo da Vincis gefunden, wobei er kunstgeschichtliche Aspekte in neue interdisziplinäre Zusammenhänge stellte, etwa zur Mathematik, Optik, Physik, Geowissenschaften oder Psychologie. Fehrenbach überschreitet damit die Grenzen seiner Disziplin und setzt neue methodische Maßstäbe einer Kunstgeschichte als innovativer Geisteswissenschaft. In Hamburg soll Fehrenbach im Zentrum einer Neuausrichtung des traditionsreichen Kunstwissenschaftlichen Seminars stehen und eine fächerübergreifende „Forschungsstelle Naturbilder“ aufbauen und leiten, die international eine kunsthistorische Vorreiterrolle übernehmen soll.

Michael Neil Forster
Philosophie

Bonn

Prof. Dr. Michael Neil Forster

Seinen Ruf als Philosoph mit weltweit einzigartigem Profil verdankt Michael Neil Forster unter anderem seinen Arbeiten über den Zusammenhang zwischen moderner Sprachphilosophie und ihren romantischen Wurzeln bei Herder. Er vereint in seinen Arbeiten die Ansätze analytischer Philosophie des anglo-amerikanischen Raumes mit den europäischen Ansätzen und gilt damit als wichtiger Vertreter derer, die die historischen Zusammenhänge zwischen beiden Ausrichtungen herausarbeiten. Zu seinen Spezialgebieten zählen die Philosophie des deutschen Idealismus bei Kant und Hegel bis hin zur Hermeneutik Heideggers und Gadamers.

An der Universität Bonn soll Forster das neu gegründete Internationale Zentrum für Philosophie des Landes Nordrhein-Westfalen ausbauen helfen und somit die internationale Sichtbarkeit der Bonner Philosophie verstärken.

Brian Foster
Teilchenphysik

Hamburg

Prof. Dr. Brian Foster

Brian Foster gilt als einer der bedeutendsten experimentellen Elementarteilchenphysiker. Er war führend bei zahlreichen internationalen Projekten an Teilchenbeschleunigern und trug durch seine theoretischen Arbeiten, aber auch praktisch, etwa durch die Entwicklung innovativer Messinstrumente, zum Fortschritt der Beschleunigerphysik bei. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählt der Humboldt-Forschungspreis. Foster soll am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY arbeiten und als Professor an der Universität Hamburg zur Zukunft der Teilchenbeschleuniger forschen und lehren.

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Wolf B. Frommer
Pflanzenmolekularbiologie

Düsseldorf/Jülich/Köln

Prof. Dr. Wolf B. Frommer

Um Nährstoffe aufzunehmen und durch die Membranen ihrer Zellen zu befördern, benutzen Pflanzen Transportproteine. Ihre Erforschung ist einer der Schlüssel für Ertragsteigerung und neue Düngemittel. Einer der führenden Experten auf diesem Gebiet ist der Pflanzenbiologe Wolf B. Frommer. Er erforscht verschiedene Transportmechanismen, wie beispielsweise die der sogenannten SWEET-Proteine, die Glukose durch die Membranen schleusen. Ganz ähnlich funktioniert dies auch in tierischen und menschlichen Zellen. Die Arbeiten von Frommer sind damit auch für medizinische Anwendungen interessant, beispielsweise für das Verständnis vom Stoffwechsel in Krebszellen. Die Universität Düsseldorf will gemeinsam mit den außeruniversitären Partnern in Jülich und Köln mit Frommers Engagement ihr Exzellenzcluster CEPLAS Cluster of Excellence on Plant Sciences als Spitzenforschungsstandort der molekularen Botanik weiter ausbauen.

Ulrike Gaul
Entwicklungsbiologie

München

Prof. Dr. Ulrike Gaul

Ulrike Gaul ist eine der weltweit führenden und innovativsten Expertinnen für Systembiologie, einem in Deutschland bislang wenig etablierten Forschungsgebiet, das einzelne Gene oder Proteine nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang ihrer Wirkung im Körper erforscht. Gaul soll am Genzentrum München die Forschung zur Systembiologie auf internationales Topniveau bringen und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen vernetzen.

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Jochen Guck
Biophysik

Dresden

Prof. Dr. Jochen Guck

Jochen Guck genießt den Ruf eines der international besten und innovativsten Forscher auf dem Gebiet der Biophysik. Von Hause aus Physiker, forscht er an der Schnittstelle zur Biologie und Biomedizin. Sein derzeitiger Schwerpunkt ist die Erforschung der mechanischen Eigenschaften von Zellen und Geweben. Guck soll am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) den Lehrstuhl „Zelluläre Maschinen“ übernehmen und fachlich in das Exzellenzcluster sowie DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) und den Sonderforschungsbereich für Stammzellforschung eingebunden werden. So soll er helfen, die internationale Spitzenstellung Dresdens im Bereich Bioengineering auszubauen.

Stephan Hartmann
Wissenschaftstheorie

München

Prof. Dr. Stephan Hartmann

Stephan Hartmann ist einer der führenden Wissenschaftler in der formalen Erkenntnistheorie und der Wissenschaftstheorie. Bekanntheit erlangte er vor allem wegen seines transdisziplinären Ansatzes, beispielsweise in der Anwendung der wahrscheinlichkeitstheoretischen Theorie Bayesscher Netze, auf komplexe Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen der Philosophie. An der Ludwig-Maximilians-Universität München soll er an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft eine Professur im Bereich „Philosophy of Science“ antreten. Zusätzlich soll er gemeinsam mit Humboldt-Professor Hannes Leitgeb das ebenfalls dort angesiedelte Munich Center for Mathematical Philosophy leiten. Ziel der Fakultät ist es, einer der fünf wichtigsten Einrichtungen für Logik und Wissenschaftsphilosophie zu werden.

Harald Andrés Helfgott
Reine Mathematik

Göttingen

Prof. Dr. Harald Andrés Helfgott

Jede ungerade Zahl größer oder gleich 7 ist die Summe von drei Primzahlen, so lautet die Schwache Goldbachsche Vermutung. Sie beschäftigt die Mathematik seit dem 18. Jahrhundert. Nach einem Beweis, der sie eindeutig belegt oder widerlegt, wurde über 200 Jahre gefahndet – trotz vieler Ansätze vergeblich. Um ihre Richtigkeit zu beweisen, entwickelte der Peruaner Harald Andrés Helfgott 2013 einen Lösungsweg für die Schwache Goldbachsche Vermutung, auch mithilfe von Tests am Computer. Dies ist nicht der einzige Durchbruch in der Mathematik, an dem er beteiligt war. Helfgott leistete auch in der Gruppentheorie, der diophantischen Geometrie und der Zahlentheorie wesentliche Beiträge zur Lösung grundsätzlicher Probleme. An der Universität Göttingen soll er nun als Alexander von Humboldt-Professor den Forschungsschwerpunkt Algebraische Geometrie und Zahlentheorie verstärken – und Göttingen von einem international anerkannten zu einem weltweit führenden Standort auf diesem Gebiet ausbauen.

Ran Hirschl
Verfassungsrecht und Politikwissenschaft

Göttingen

Prof. Dr. Ran Hirschl

Welchen politischen Einfluss haben Verfassungsgerichte in verschiedenen Ländern weltweit? Welche Rolle spielen sie in alten und jungen Demokratien, welche in säkularen oder theokratischen Staaten, in denen sie beispielsweise mit dem religiösen Recht konkurrieren? Ran Hirschl ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet des vergleichenden Verfassungsrechts. Nach zahlreichen Studien zur Verfassungsentwicklung und Verrechtlichung der Politik sowie zu Geistesgeschichte und Methodiken des vergleichenden öffentlichen Rechts will Hirschl sich nun auf Konstellationen konzentrieren, in denen das Zusammenspiel von Religion und Verfassungsrecht politische Auseinandersetzungen um kollektive Identität widerspiegeln und prägen. Er will auch die Herausforderungen der verfassungskonformen Verwaltung von Mega-Städten in einer zunehmend globalisierten Welt untersuchen. In Göttingen soll Hirschl helfen, den Standort zu einem Zentrum für Studien zur Interaktion zwischen Rechtsvergleichung, verfassungsrechtlicher Gestaltung und vergleichender Politik zu entwickeln. Hierbei soll er auch intensiv mit dem Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften zusammenarbeiten.

Hans-Arno Jacobsen
Informatik

München

Prof. Dr. Hans-Arno Jacobsen

Hans-Arno Jacobsen genießt den Ruf eines der international führenden, technisch versiertesten Forscher im Grenzbereich zwischen Informatik, Informationstechnik und Wirtschaftsinformatik. Er ist Inhaber zahlreicher Patente unter anderem für verschiedene Softwaretechniken und ist beteiligt an wichtigen industriellen Entwicklungen mit Partnern wie IBM oder Bell. An der TU München soll er einen Lehrstuhl für „Information Systems“ bekleiden und den bereits in der Exzellenzinitiative erfolgreichen Fachbereich Informatik verstärken sowie ein Kompetenzzentrum aufbauen helfen.

Tiffany Knight
Ökologie

Halle/Wittenberg/Leipzig

Prof. Dr. Tiffany Knight

Welchen Einfluss haben invasive Arten, die in neue Lebensräume vordringen, auf deren ursprüngliche Artenvielfalt? Warum erhöhen Invasionen die Biodiversität in manchen Fällen und warum verringern sie sie in anderen? So genannte Invasionsprozesse sind ein zentrales Forschungsgebiet der weltweit renommierten Ökologin Tiffany Knight. Die amerikanische Umweltforscherin befasst sich insbesondere mit Interaktionen zwischen Pflanzen, Mikroorganismen, Bestäubern und pflanzenfressenden Tieren. Dabei verbindet sie unterschiedliche methodische und theoretische Ansätze, beispielsweise aus der Populationsbiologie und der evolutionären Forschung. Knights Forschungen zeichnet aus, dass sie die Interaktionen auch über verschiedene Ökosysteme hinweg untersucht. Ihre Arbeiten zu den Zusammenhängen zwischen Fischpopulationen in Teichen und dem Bestand an pflanzenbestäubenden Insekten an Land etwa gelten als Durchbruch der Biodiversitätsforschung. So fand sie beispielsweise heraus: Pflanzenbestäuber neigen dazu, Teiche ohne Fische zu meiden. In deren Umgebung leben vermehrt Libellen – die sich von Insekten ernähren. An der Universität Halle-Wittenberg und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig soll Knight die unterschiedlichen Bereiche der ökologischen Forschung von der molekularen Forschung bis zur Forschung zum Biotopverbund inhaltlich zusammenführen. Sie soll als Alexander von Humboldt-Professorin generelle Fragestellung ihres Fachgebiets aufgreifen, beispielsweise zur Seltenheit oder zur Invasivität von Pflanzen.

Michael Köhl
Atom- und Molekülphysik

Bonn

Prof. Dr. Michael Köhl

Michael Köhl gehört zu den Top-Forschern auf dem Gebiet der experimentellen Atomphysik und der Quantenoptik. Sein Arbeitsgebiet sind ultrakalte Teilchen und deren Wechselwirkungen untereinander. So entwickelte er beispielsweise Methoden zur Untersuchung von atomaren Fermi-Quantengasen, die weltweit von anderen Forschergruppen übernommen wurden. Von praktischer Bedeutung ist seine Forschung unter anderem für den widerstandslosen Stromfluss in Supraleitern. Eng zusammengearbeitet hat Köhl mit den Humboldtianern und Nobelpreisträgern für Physik Wolfgang Ketterle und Theodor Hänsch. Die Fortsetzung seiner Forschungen an der Universität Bonn soll den Grundstein für ein herausragendes Forschungszentrum an der Schnittstelle von Quantenoptik und kondensierter Materie legen.

Katrin Kogman-Appel
Jüdische Studien

Münster

Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel

Was verrät die jüdische Buchmalerei des Mittelalters über das jüdische Gemeindeleben dieser Zeit? In welchem Austausch stand die jüdische Bild- und Buchkultur mit christlichen und islamischen Kulturen? Die Judaistin Katrin Kogman-Appel gilt in der jüdischen Kunstgeschichte des Mittelalters als weltweit führend. Dabei versteht sie die Kunstgeschichte als Kulturgeschichte – und verbindet sie stets mit sozialhistorischen und religionsgeschichtlichen Fragen. Als exemplarisch für diesen Ansatz gelten Kogman-Appels Arbeiten zum sogenannten Leipziger Machsor, eine Sammlung von Gebeten für jüdische Festtage und eines der berühmtesten Beispiele der hebräischen Buchmalerei des Mittelalters. Das Gebetbuch entstand um 1310 in Südwestdeutschland und befand sich nachweislich im 16. Jahrhundert in Worms. Kogman-Appel lenkt den Fokus auf die Rolle des Machsor und der dargestellten Riten für das spätmittelalterliche jüdische Gemeindeleben und den sozialen Zusammenhalt innerhalb der jüdischen Gemeinde im südwestdeutschen Worms, einem damaligen Zentrum des Judentums in Deutschland. Mit dieser Hinwendung zum weiteren kulturellen Kontext wirkt Kogman-Appel über die Judaistik hinaus bis in die Mittelalterforschung allgemein. An der Universität Münster soll sie die interdisziplinäre geisteswissenschaftliche Forschung stärken. Als Alexander von Humboldt-Professorin soll sie insbesondere zur Etablierung der Judaistik neben den bestehenden Forschungen zum Christentum und Islam in Münster beitragen.

Gerhard Kramer
Nachrichtentechnik

München

Prof. Dr. Gerhard Kramer

Gerhard Kramer ist einer der weltweit herausragenden Wissenschaftler in der Informationstheorie und Nachrichtentechnik. Seine innovativen Leistungen auf den verschiedensten Gebieten der Telekommunikationstechnik von Funktechnik bis hin zur optischen Datenübertragung sind hoch anerkannt. In seiner Karriere verband Kramer stets Theorie mit Anwendung, etwa während seiner Tätigkeit bei den Bell Labs in den USA, eine der weltweit führenden Industrieadressen für angewandte Forschung. An der TU München soll Kramer den Lehrstuhl für Nachrichtentechnik einnehmen und helfen die weltweite Spitzenstellung Münchens auf diesem Gebiet zu erhalten und auszubauen.

Dirk Kreimer
Mathematische Physik

Berlin

Prof. Dr. Dirk Kreimer

Dirk Kreimer ist einer der international führenden Forscher auf dem Gebiet der mathematischen Physik. Als Physiker genießt er nicht nur höchste Anerkennung unter Kollegen seiner Disziplin, sondern auch unter Spitzenmathematikern, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet. An der Humboldt-Universität zu Berlin soll Kreimer die Symbiose von Mathematik und theoretischer Physik in Deutschland auf Gebieten wie der Quantenfeldtheorie voranbringen und dazu beitragen, dass Deutschland zur Weltspitze aufschließt. Kreimer soll sowohl Mitglied des Instituts für Mathematik als auch des Instituts für Physik werden sowie Direktor am neuen "Interdisziplinären Zentrum für Mathematische Physik".

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Norbert Langer
Astrophysik

Bonn

Prof. Dr. Norbert Langer

Norbert Langer gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den international führenden Experten auf dem Gebiet der theoretischen Astrophysik. Er erforscht die Entwicklung massereicher Sterne bis hin zu ihrer Explosion als Supernovae. Mit seiner Expertise schließt er eine Lücke innerhalb der Bonner Astronomie und ergänzt so das vorhandene wissenschaftliche Portfolio. Erfolg versprechend ist auch die geplante Zusammenarbeit mit dem benachbarten Max-Planck-Institut für Radioastronomie.

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Hannes Leitgeb
Philosophie

München

Prof. Dr. Hannes Leitgeb

Hannes Leitgeb ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler an der Schnittstelle zwischen Logik, Mathematik und Kognitionswissenschaften. Zu seinen zahlreichen innovativen Beiträgen zählt die Arbeit an künstlichen neuronalen Netzwerken. Hier schlägt Leitgeb die interdisziplinäre Brücke zur Erforschung Künstlicher Intelligenz und zur Hirnforschung. In München soll Leitgeb ein neues Zentrum für mathematische Philosophie aufbauen, das eng mit den Bereichen Neurophilosophie und Neurowissenschaften zusammenarbeiten soll.

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Marc Levine
Mathematik

Duisburg-Essen

Prof. Dr. Marc Levine

Marc Levine ist ein weltweit führender Experte auf dem Gebiet der Algebraischen Geometrie. Seine hervorragenden und innovativen Beiträge in seinem Fach, zuletzt seine Theorie über algebraischen Kobordismus, erfuhren eine hohe Resonanz und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter dem Wolfgang Paul-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung im Jahr 2001. Levine soll als einer der Direktoren des geplanten Instituts für Algebra an der Universität Duisburg-Essen an frühere Aufenthalte in Essen anknüpfen. Mit Levine soll dort künftig eine Breite mathematischer Methoden abgedeckt werden, die in Deutschland einzigartig und weltweit nur an wenigen Orten zu finden ist.

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Sharon Jeanette Macdonald
Ethnologie / Museumswissenschaft

Berlin

Prof. Dr. Sharon Jeanette Macdonald

Wie wird ausgewählt, welche Objekte und Artefakte einer Kultur oder Gesellschaft in Museen ausgestellt werden? Wie gehen Gesellschaften dabei mit ihrem eigenen, womöglich schwierigen kulturellen Erbe um? Fragen wie diese greift die international renommierte Ethnologin und Museumswissenschaftlerin Sharon Macdonald auf. Und verbindet sie stets mit gesellschaftlich relevanten Themen: Den Umgang mit der NS-Vergangenheit in Deutschland etwa erforschte sie am Beispiel des historischen Erbes Nürnbergs. Derzeit beschäftigt sie sich unter anderem mit der Frage, wie der Islam in Museen dargestellt und vermittelt wird. Daneben befasst sich die Britin auch mit der Museumstheorie, zu der sie zahlreiche Grundlagenwerke beigesteuert hat. Unter Macdonalds Leitung wollen die Humboldt-Universität, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Museum für Naturkunde in Berlin ein neues Zentrum für Kulturerbe- und Museumsforschung auf internationalem Spitzenniveau gründen. Als Alexander von Humboldt-Professorin soll sie in Berlin zudem die Weiterentwicklung konkreter Museumsprojekte wie das zukünftige Humboldt-Forum oder die Museumsinsel begleiten.

Jürgen Margraf
Psychologie

Bochum

Prof. Dr. Jürgen Margraf

Jürgen Margraf gilt als führender Experte auf dem Feld der klinischen Psychologie und der Psychotherapie. Einer seiner Schwerpunkte ist die Therapie von Angststörungen. Er ist ein Verfechter von kurzen und auf ihre Wirksamkeit hin evaluierten Behandlungsformen und beriet in diesem Sinne als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Psychotherapie die deutsche Bundesregierung. Seine jüngsten Arbeiten zielen darauf, Bedingungen für eine gute psychische Gesundheit zu identifizieren, um so Erkrankungen vorbeugen zu können. An der Universität Bochum soll Margraf den in den letzten Jahren entwickelten Forschungsschwerpunkt Klinische Psychologie stärken und das geplante neue Forschungs- und Behandlungszentrum für Psychische Gesundheit leiten.

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Oskar Painter
Quantenoptik

Erlangen/Nürnberg

Prof. Dr. Oskar Painter

Oskar Painter ist ein Pionier auf dem Gebiet der Entwicklung und physikalischen Beschreibung von optischen Systemen auf der Nanoskala. Sein momentaner Forschungsschwerpunkt konzentriert sich auf das quantenmechanische Verhalten von mechanischen Festkörperstrukturen und deren Wechselwirkung mit Licht. Seine Forschungsarbeit nutzt den typischerweise sehr schwachen Strahlungsdruck von Licht, um mechanische Resonatoren in einem Quantenzustand zu präparieren und zu studieren. Anwendungsmöglichkeiten liegen unter anderem in der Entwicklung von quantenoptischen Kommunikationsnetzwerken und quantenlimitierten Präzisionssensoren. Oskar Painter soll zugleich an der Universität Erlangen am Institut für Physik und am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) arbeiten und die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen intensivieren. An der Universität soll er unter anderem den bereits in der Exzellenzinitiative geförderten Schwerpunkt der Optical Sciences verstärken.

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Stuart S. P. Parkin
Festkörperphysik

Halle/Wittenberg

Prof. Dr. Stuart S. P. Parkin

Stuart Parkin ist als herausragender und innovativer Festkörperphysiker weltweit angesehen, der theoretische Entwicklungen in der Materialwissenschaft in technologische Anwendungen umzusetzen versteht. So haben seine Arbeiten die magnetische Datenspeicherung weltweit revolutioniert. Zu seinen Pionierleistungen zählen die Entwicklung von Schichtsystemen für den in industriellen Verfahren hergestellten Riesenmagnetowiderstand sowie die Entdeckung und Nutzbarmachung des Tunnelmagnetowiderstands. Zurzeit erforscht er die Möglichkeit einer noch höheren Speicherdichte mit Hilfe eines dreidimensionalen Speichermediums. Stuart Parkin soll Professor am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik werden und damit die Etablierung eines international herausragenden Wissenschaftsstandorts im Bereich angewandte Spintronic und Materialwissenschaften in Halle unterstützen.

Judith Pfeiffer
Islamwissenschaften

Bonn

Prof. Dr. Judith Pfeiffer

Was bedeutet es für eine Religionsgemeinschaft, wenn sie neue Mitglieder aufnimmt? Welche Prozesse werden durch Glaubenswechsel und Religionsübertritte ausgelöst? Fragen wie diese klingen aktueller denn je. Wie sehr sie die Menschheitsgeschichte begleiten, zeigen die Arbeiten der Islamwissenschaftlerin Judith Pfeiffer. Sie gilt als weltweit führende Spezialistin für die Geschichte der Mongolen vom 13. bis 16. Jahrhundert und die Geistesgeschichte der mongolischen Reiche im islamischen Osten, vom Iran über Syrien, Anatolien bis zum Irak. Pfeiffer befasst sich dabei unter anderem mit der Konversion der eingewanderten Mongolen und Herrscher zum Islam. Dazu wertet sie persische, arabische und osmanische Textquellen aus und bettet sie in den weiteren historischen und gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit ein. Pfeiffer beschränkt sich dabei nicht auf die Frage, wie der Übertritt zum Islam die Lebensweise der Mongolen veränderte. Sie arbeitet in ihren Forschungen zugleich heraus, wie die Konvertiten ihre neue Religion beeinflussten und der islamischen Theologie neue Anstöße gaben, die sich bis in die Bereiche Politik und Recht auswirkten. Mit einer Alexander von Humboldt-Professur für Judith Pfeiffer möchte die Universität Bonn ihren Schwerpunktforschungsbereich in der Historischen Islamwissenschaft weiter stärken und um die Forschungsgebiete Iran und Zentralasien erweitern.

Martin Bodo Plenio
Quantenoptik & Quanteninformation

Ulm

Prof. Dr. Martin Bodo Plenio

Martin Bodo Plenio ist international führend auf dem Gebiet der Quanteninformationstheorie und hat bahnbrechende Arbeiten zur Verschränkung zwischen Quantensystemen sowie der praktischen Realisierung von Quanteninformationsverarbeitung geleistet. In Ulm soll er maßgeblich zur Entstehung des geplanten Center for Quantum Engineering beitragen, an dem Mathematiker, Physiker und Elektroingenieure auf Augenhöhe mit der Spitze der internationalen Konkurrenz zusammenarbeiten sollen.

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Karen Radner
Altertumswissenschaften

München

Prof. Dr. Karen Radner

Die Altorientalistin Karen Radner forscht mit Blick aufs große Ganze. Sie zählt zu den weltweit führenden Expertinnen für die Geschichte Mesopotamiens zur Zeit des neuassyrischen Reichs (9. bis 7. Jahrhundert vor Christus), das als das erste Großreich der Weltgeschichte gilt. Die Keilschriftforscherin befasst sich insbesondere mit den schriftlichen Überlieferungen dieser Epoche und nutzt sie zur Rekonstruktion der Zeit- und Sozialgeschichte. Radner hat zahlreiche Ersteditionen bislang unbekannter Keilschriften vorgelegt. Dabei widmet sich die Österreicherin auch bislang wenig beachteten Quellen wie Alltagsüberlieferungen. Auch bei der Publikation ihrer Arbeiten geht sie ungewohnte Wege: Radner gilt als Anhängerin der Digital Humanities, der digitalen Geisteswissenschaften. Ihre Arbeiten und Editionen macht sie zum Teil im Internet öffentlich zugänglich. Als Alexander von Humboldt-Professorin soll sie die Altertumswissenschaften an der Universität München verstärkt auf eine antike Weltgeschichte ausrichten.

Burkhard Rost
Bioinformatik

München

Prof. Dr. Burkhard Rost

Burkhard Rost hat die Entstehung der Bioinformatik als heute unverzichtbare Disziplin maßgeblich mitgestaltet. Er soll seinem Fach in Deutschland neue Impulse und Schubkraft verleihen sowie eine Brücke schlagen zwischen den Biowissenschaften und der Medizin. Hierfür wird er in München eine Exzellenzforschergruppe aufbauen.

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Wolfram Ruf
Medizin

Mainz

Prof. Dr. Wolfram Ruf

Wolfram Ruf ist einer der international am besten ausgewiesenen Wissenschaftler im Bereich der Gerinnungsphysiologie. Sein Schwerpunkt liegt in der Erforschung des Proteins Thromboplastin, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Die vermehrte Produktion von Thromboplastin bei beispielsweise Krebserkrankungen kann negative Auswirkungen haben – neben der Entstehung von Thrombosen kann das Protein auch ein verstärktes Tumorwachstum bewirken. Ruf hat gezeigt, dass diese durch das Thromboplastin ausgelösten Zellvorgänge beeinflusst werden können, ohne die Blutgerinnung negativ zu beeinflussen. Seine Berufung an das University Medical Center (UMC) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz soll das dort angesiedelte und neu gegründete Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) verstärken.

Vahid Sandoghdar
Nanooptik

Erlangen/Nürnberg

Prof. Dr. Vahid Sandoghdar

Vahid Sandoghdar ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nanooptik, die er mit der Nanophotonik mit Einzelmolekülen um ein neues Thema erweitert hat. Mit den von ihm eingeführten experimentellen Techniken hatte er einen großen Einfluss auch auf andere Forschungsgebiete, wie die Physikalische Chemie, Biophysik, optische Mikroskopie und Quantenoptik. Sandoghdar soll Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts und Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg werden, um dort den strategischen Forschungsschwerpunkt Optik zu verstärken und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen neue Forschungsgebiete wie "Biophotonics" und "Nano Quantum Optics" aufzubauen. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Zentrums für Lichtmikroskopie unter seiner Federführung geplant.

Robert Schober
Nachrichtentechnik

Erlangen/Nürnberg

Prof. Dr. Robert Schober

Robert Schober ist einer der international führenden Forscher in der Nachrichtentechnik und der drahtlosen Kommunikation. Er verbindet in für die Ingenieurwissenschaften idealer Weise akademische Exzellenz mit industrieller Anwendung. So findet sich ein von ihm entwickelter Algorithmus in vielen modernen Handys. An der Universität Erlangen-Nürnberg soll Schober eine führende Rolle im interdisziplinären Forschungsgebiet der Kommunikationstechnologie spielen und damit das internationale Profil der Universität als Technologiezentrum stärken.

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Andreas S. Schulz
Angewandte Mathematik

München

Prof. Dr. Andreas S. Schulz

Andreas Schulz ist einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet Operations Research (OR) und eine treibende Kraft der neuen Forschungsdisziplin Algorithmische Spieltheorie. Interdisziplinär ausgerichtet gilt er als Experte dafür, mathematische OR-Forschung mit der originären Wirtschaftstheorie zusammenzubringen – ein Ansatz, der in Deutschland bislang wenig verfolgt wird. An der Technischen Universität München (TUM) soll Andreas Schulz eine Professur für Quantitative Methods in Management an der TUM School of Management bekommen und daneben der TUM School of Mathematics angehören. Ziel der interdisziplinären Forschungstätigkeit ist, die Zusammenarbeit zwischen beiden Fakultäten auf eine neue Grundlage zu stellen und damit die TUM in eine führende Position im Bereich der Grundlagenforschung in Deutschland zu bringen.

Jairo Sinova
Theoretische Physik

Mainz

Prof. Dr. Jairo Sinova

Jairo Sinova ist einer der angesehensten theoretischen Physiker der jüngeren Generation im Bereich der Halbleiter-Spintronik. Noch in seiner Postdoc-Zeit wurde er 2003 mit seiner Vorhersage des intrinsischen Spin-Hall-Effekts mit einem Schlag weltweit bekannt. Seither hat er als Theoretiker seine Arbeiten hierzu in zahlreichen Kooperationen mit experimentellen Kollegen weitergeführt. Er soll am Institute of Physics der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Bereich Spintronic/Spin Related Phenomena zur internationalen Spitze entwickeln helfen und bei der Gründung eines neuen Humboldt Center for Emergent Spin Phenomena (H-CESP) im Zentrum stehen. Mit Jairo Sinova an der Schnittstelle soll die bestehende experimentelle Expertise des Institute of Physics gestützt sowie die bisher nicht vorhandene theoretische Gruppe mit Schwerpunkt Spin-bezogene Phänomene aufgebaut werden.

Hidenori Takagi
Festkörperforschung

Stuttgart

Prof. Dr. Hidenori Takagi

Hidenori Takagi ist einer der weltweit herausragenden und international bestens vernetzten Forscher für die moderne Festkörperforschung und Materialwissenschaft. Seine Beiträge auf dem Gebiet der Hochtemperatursupraleitung, der korrelierten Materialien und der magnetischen oxidischen Verbindungen gelten als ebenso innovativ und hervorragend wie seine Fähigkeiten bei der Synthese von neuartigen Verbindungen. An der Universität Stuttgart sowie am dortigen Max-Planck-Institut für Festkörperforschung soll er den strategischen Schwerpunkt der Festkörperforschung verstärken und eine Neuausrichtung von der "klassischen" Halbleiter- und Metallforschung hin zu "Advanced Materials" vorantreiben und die interdisziplinäre Forschung ausbauen helfen.

Marja Timmermans
Molekulare Genetik

Tübingen

Prof. Dr. Marja Timmermans

Wie bilden sich die Muster eines Blattes? Woher kommen die Unterschiede zwischen Ober- und Unterseite? Die Entwicklung des Blattes ist das Spezialgebiet der Pflanzengenetikerin Marja Timmermans. Sie steht für gleich mehrere international beachtete Entdeckungen, ihre Methoden werden in Laboren weltweit angewendet. Timmermans gelang es etwa, den Blattbildungsmechanismus und die Rolle mobiler RNA-Moleküle dabei zu erklären. Eine Humboldt-Professur für Timmermans am Zentrum für Molekulare Pflanzenbiologie (ZMBP) soll für die Universität Tübingen der Brückenschlag an der Schnittstelle von Grundlagen- zur angewandten Forschung sein. Zudem will man in Tübingen das Profil von Modellorganismen wie Moos auf die Nutzpflanze Mais erweitern, mit der Timmermans forscht.

Matthias Tschöp
Medizin

München

Prof. Dr. Matthias Tschöp

Matthias Tschöp gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Adipositas. Seine Schwerpunkte liegen dabei sowohl auf der Erforschung der molekularen Übertragungswege, die bei Diabetes und Insulinresistenz eine Rolle spielen, als auch auf neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen. An der Technischen Universität München soll Tschöp den neuen Lehrstuhl für Insulinresistenz bekleiden und Direktor des ebenfalls neuen Instituts für Insulinresistenz am Helmholtz Zentrum München werden und damit die Diabetesforschung als Schwerpunkt stärken.

Michael Weiss
Mathematik

Münster

Prof. Dr. Michael Weiss

Michael Weiss ist als einer der führenden Experten in algebraischer und differentieller Topologie international hoch angesehen. Als eine seiner größten Leistungen gilt der Beweis der sogenannten Mumford-Vermutung, eines mathematischen Problems, das in viele Bereiche der Disziplin hineinreicht. An der Universität Münster soll Weiss eine neue Professur für Mathematik antreten und die geometrische Forschung in Münster verstärken sowie der Universität helfen, auf dem Gebiet der Topologie zur weltweiten Spitze aufzuschließen.

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Wolfgang Wernsdorfer
Experimentelle Festkörperphysik

Karlsruhe

Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer

Wolfgang Wernsdorfers Spezialgebiet ist die experimentelle Festkörperphysik an der Schnittstelle zur Chemie und zu den Materialwissenschaften. Er ist einer der weltweit führenden Experten für Nanomagnete und ihren Einsatz in der molekularen Quanten-Spintronik. Bereits als Doktorand am Tieftemperaturlabor in Grenoble hatte er mit dem nano-SQUID ein bahnbrechendes Messinstrument entwickelt, mit dessen Hilfe er die magnetischen Eigenschaften von einzelnen Nanostrukturen und Molekülen untersuchen konnte. Wernsdorfer fand heraus, welche Rolle die Quantengesetze für molekulare Magnete spielten, und konnte dadurch elektronische Schaltkreise bauen, wo die Magnetisierung des Moleküls den elektrischen Strom steuert. Eines seiner neuen Ziele ist es, kleine molekulare Quantumprozessoren in die hochmoderne CMOS-Technologie der Mikroelektronik zu integrieren. So könnten molekulare Nanomagnete in künftigen Quantencomputern eingesetzt werden.

Matthias Wessling
Chemische Verfahrenstechnik

Aachen

Prof. Dr. Matthias Wessling

Matthias Wessling wird als einer der produktivsten und einflussreichsten Experten für Membrantechnologie und Polymerforschung angesehen. Er genießt einen hervorragenden Ruf als Grundlagenforscher, der es versteht, Theorie und Anwendung zu verbinden. Hierbei helfen Wessling seine Erfahrungen und Kontakte aus seiner über dreijährigen Tätigkeit in der industriellen Forschung. Seine Arbeit ist grundlegend für Zukunftstechniken im Bereich Energie und Umwelt, etwa Membranen für Brennstoffzellen und Hochleistungsbatterien oder für die Wasseraufbereitung und -entsalzung. An der RWTH Aachen sollen mit seiner Hilfe die Ingenieurwissenschaften eng mit den Naturwissenschaften und der Medizin verzahnt werden. Der Standort soll in die internationale Spitze der Membranforschung aufsteigen.

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Alec Michael Wodtke
Physikalische Chemie

Göttingen

Prof. Dr. Alec Michael Wodtke

Alec Wodtke hat wesentliche Beiträge im Bereich der Photo- und Atmosphärenchemie geleistet und gehört zu den international führenden Wissenschaftlern im Bereich der molekularen Wechselwirkungen an Grenzflächen. Seine Arbeiten liefern grundlegende Beiträge zu Fragen der Katalyseforschung, der Speicherung und Umwandlung von chemischer in elektrische Energie und der Grenzflächenforschung. Dieses Thema soll als Schwerpunkt der Universität Göttingen sowie des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ausgebaut werden. Wodtke ist als Gründungsdirektor des hierzu neu zu etablierenden Centre for Advanced Studies in Energy Conversion vorgesehen.

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