William Crawley-Boevey

Reine Mathematik

Der Mathematiker William Crawley-Boevey gilt als einflussreicher Vordenker auf dem Gebiet der Darstellungstheorie und der Algebren. Als Theoretiker mit einer Vorliebe für besonders schwierige Fragen leistete er wichtige Beiträge zu zentralen mathematischen Herausforderungen, wie dem Hornschen Problem, dem Deligne-Simpson Problem und den Kac-Moody Algebren. Er entwickelte zentrale Konzepte in der Theorie der zahmen Algebren, die bis heute die Darstellungstheorie bestimmen, und war einer der Pioniere, die die Beziehungen zwischen Darstellungstheorie und Geometrie erforschten – ein Thema, das ihn neben seinen aktuellen Arbeiten etwa zu Vektorbündeln und Analysen von Riemannschen Flächen bis heute beschäftigt.

Nominierende Universität: Universität Bielefeld

Prof. Dr. William Crawley-Boevey

geboren 1960 in Großbritannien, wurde an der University of Cambridge, Großbritannien, promoviert und begann seine Universitätslaufbahn 1985 an der University of Liverpool. Nach Stationen in Bielefeld und Oxford wechselte er an die University of Leeds, wo er seit 2001 Professor ist. Er war Visiting Professor am Mathematical Sciences Research Institute der University of California in Berkeley, USA, ist Fellow der American Mathematical Society und erhielt unter anderem den Berwick Prize der London Mathematical Society, deren Mitglied er ist. Im Oktober 2016 trat er seine Humboldt-Professur in Bielefeld an.