Peter Baumann

Zellbiologie

Bei der Teilung von Zellen spielt die Telomerase eine Schlüsselrolle, ein Enzym, das die Telomere, also die Enden der Chromosomen erhält, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Die Steuerung der Telomerase entscheidet über das Altern von Zellen oder ihr, beispielsweise im Falle von Krebs, ungehemmtes Wachstum. Der Zellbiologe Peter Baumann ist einer der führenden Spezialisten auf dem Feld der Chromosomen-Biologie, der Genomstabilität sowie der Regulation der Telomerase und anderer molekularer Prozesse der Zellalterung. Seine Entdeckungen zur RNA-Komponente der Telomerase (Terc) an Hefezellen könnten zu einem besseren Verständnis der Regulation von Terc in menschlichen Zellen beitragen und Therapien gegen frühzeitige Zellalterung oder krankhaftes Wachstum ermöglichen. In Mainz soll Baumann helfen, die Universität und das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) zu einem internationalen Standort für biomedizinische Grundlagenforschung auszubauen.

Nominierende Universität: Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit dem Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB)

Prof. Dr. Peter Baumann

1969 in Deutschland geboren, wurde nach dem Studium an der Universität Bayreuth und der University of Cambridge, Großbritannien, am Londoner Imperial Cancer Research Fund (heute: Cancer Research UK) sowie am University College London, Großbritannien, promoviert. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er 2000 als Postdoc an der University of Colorado at Boulder, Colorado, USA. Seit 2002 hält Baumann mehrere wissenschaftliche Positionen an Forschungseinrichtungen in Kansas City, Missouri, USA: Er ist Professor am University of Kansas Medical Center, lnvestigator am Howard Hughes Medical Institute und lnvestigator am Stowers Institute for Medical Research, wo er zudem den Lehrstuhl Priscilla Wood Neaves Endowed Chair in the Biomedical Sciences inne hat. Baumann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter 2003 den Pew Scholar in the Biomedical Sciences Award und 2009 den HHMI Early Career Scientist Award. Er ist Mitglied in wissenschaftlichen Gremien und publiziert in den wichtigsten Journals seines Fachs.